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Sternschnuppen-Spektakel am Schweizer Nachthimmel

Mitte November waren ganz spezielle Sternschnuppen über der Schweiz zu entdecken – so genannte Leoniden. Diese Sternschnuppen-Art zieht besonders lange Striche am Himmel nach sich. Weshalb das so ist und wie Sie Sternschnuppen mit Ihrer Kamera einfangen können, zeigen wir Ihnen in diesem Blog.

Sternschnuppen faszinieren Menschen seit eh und je und sind Gegenstand vieler Märchen und Legenden. Vor allem ihr spontanes Auftauchen und die Schwierigkeit, sie fotografisch einzufangen, machen sie interessant für viele Personen. Yellow-Webcam hat einige Sternschnuppen-Bilder aufgenommen.

Das Phänomen Sternschnuppen

So magisch Sternschnuppen auch wirken mögen, ihre Erscheinung lässt sich physikalisch relativ einfach erklären. Wenn die Erde eine alte Schweifspur eines Kometen kreuzt, bringen die winzigen Staubteilchen ebendieser Schweifspur die Erdatmosphäre zum Glühen. Da die Teilchen mit hoher Geschwindigkeit unterwegs sind, regen sie die Atome der Atmosphäre zum Leuchten an. Wenn wir also am Nachthimmel Sternschnuppen sehen, sehen wir meist nicht das Teilchen selbst, sondern nur eine Art Leuchtkanal – die Bewegungsspur der Sternschnuppe. Die meisten Meteorschwärme, also Sternschnuppenphänomene, treten periodisch am gleichen Datum auf. Das liegt daran, dass die Erde auf ihrer Umlaufbahn um die Sonne immer wieder den gleichen Kometenspuren begegnet.

Leoniden über dem Klingenstock
Bild: Lenoiden über dem Klingenstock

Leoniden über Stoos
Bild: Leoniden über Stoos Muotatal

Leoniden über Stoos
Bild: über dem Klingenstock

Leoniden über der Ahorn Alp
Bild: Leoniden über der Ahorn Alp

Leoniden – ganz besondere Sternschnuppen
Mitte November waren über der Schweiz Leoniden zu sehen. Das sind ganz besondere Sternschnuppen. Speziell an ihnen ist vor allem ihre sehr hohe Geschwindigkeit, mit der sie durch die Erdatmosphäre rasen. Ungefähr 70 Kilometer pro Sekunde, also 250'000 km/h schnell sind sie und gehören dadurch zu den schnellsten Meteorströmen. Durch ihre hohe Geschwindigkeit hinterlassen sie besonders lange Striche am Firmament.
Die Leoniden tragen den Namen, weil sie aus dem Sternbild des Löwen (Leo) zu entströmen scheinen. In Wahrheit stammen sie aber vom Kometen 55P/ Temple-Tuttle, der alle 33 Jahre um die Sonne kreist.

Sternschnuppen fotografieren – eine hohe Kunst
Sternschnuppen sind mit 35 mit 70 km/s ausgesprochen schnell unterwegs. Das macht sie zu einem sehr schwer zu fotografierenden Objekt. Mit einigen Tipps kann es aber funktionieren:

  • Das Wichtigste: Bringen Sie Geduld mit.
  • Die Ausrüstung ist entscheidend. Da Sie Nachtfotografien lange belichten müssen, können Sie diese nicht aus der Hand machen. Verwenden Sie Stativ und Fernauslöser (oder den Selbstauslöser), um die Bilder nicht zu verwackeln.
  • Ausserdem brauchen Sie eine Kamera, bei der sich der Blitz ausschalten und die Belichtungszeit manuell einstellen lässt.
  • Benutzen Sie ein Objektiv mit möglichst kurzer Brennweite.
  • Die Zauber-Zutat: Licht! Sternschnuppen sind ausgesprochen lichtschwach. Um sie überhaupt ablichten zu können, muss möglichst viel Licht in die Kamera gelangen. Wählen Sie deshalb lange Belichtungszeiten, öffnen Sie die Blende weit und stellen Sie hohe ISO-Werte ein.

Sternschnuppen einfangen mit der Yellow-Webcam
Die Yellow-Webcam hat die Leoniden, die Mitte November sichtbar waren, eingefangen. Obwohl Sternschnuppen besonders schwierig zu fotografieren sind, sind sie deutlich auf den Bildern erkennbar. Dies liegt daran, dass die Yellow-Webcam mit einer Spiegelreflexkamera ausgestattet ist, die beste Bildqualität garantiert. Wenn auch Sie die nächste Sternschnuppen-Nacht mit einer Yellow-Webcam dokumentieren möchten, kontaktieren Sie uns.

Veröffentlicht am
22. November 2020
In der Kategorie
Foto-Webcam News