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Yellow-Webcams liefern ausnahmsweise wirklich gelbe Bilder

Normalerweise sind die Bilder der Yellow-Webcams farbenprächtig, gestochen scharf und – anders als der Name vermuten lässt – nicht in einen Gelbton gehüllt. Doch anfangs Februar war alles ein wenig anders. Sämtliche Yellow-Webcams, die verteilt in der ganzen Schweiz Fotos aufnehmen, hatten einen Gelbstich. Ein Versehen? Ein technischer Fehler? Nein, Saharastaub.

Eine Staubwolke aus der Sahara erreichte anfangs Februar die Schweiz und sorgte für eine spektakuläre Stimmung. Gelb- und Orangetöne, die an einen Sepiafilter erinnerten, prägten die Stimmung.

Saharastaub in Winterthur fotografiert mit Yellow-Webcam Saharastaub auf dem Stoos fotografiert mit Yellow-Webcam Saharastaub auf den Weissenbergen fotografiert mit Yellow-Webcam
Saharastaub Weissenberge fotografiert mit Yellow-Webcam Saharastaub über dem Halwilersee fotografiert mit Yellow-Webcam Saharastaub über Luzern fotografiert mit Yellow-Webcam
Saharastaub auf KSB Baustelle fotografiert mit Yellow-Webcam Saharastaub fotografiert mit Yellow-Webcam Saharastaub über Basel fotografiert mit Yellow-Webcam
Saharastaub auf der Ahornalp fotografiert mit Yellow-Webcam Saharastaub auf Gubrist Baustelle fotografiert mit Yellow-Webcam Saharastaub über Swiss Life Arena fotografiert mit Yellow-Webcam

Besonders hohe Konzentration von Saharastaub

Am ersten Februarwochenende 2021 war die Konzentration von Saharastaub besonders hoch. Diese führte dazu, dass der Himmel deutlich trüber erschien. Die Fernsicht wurde eingeschränkt und die Sonneneinstrahlung gedämpft. Die Staubteile agieren zudem als Kondensationskerne und können deshalb fördern, dass Wolken am Himmel entstehen.

Die Natur freut sich besonders

Während sich viele Autobesitzer*innen über die Staubablagerungen auf ihrem Fahrzeug ärgern, freut sich die Natur über den Saharastaub. Dieser verfügt nämlich über verschiedene Nährstoffe, welche den Pflanzen als Dünger dienen. Beispielsweise geht die Wissenschaft davon aus, dass der nährstoffarme Regenwald des Amazonas primär von der Sahara mit Nährstoffen versorgt wird. Rund 40 Millionen Tonnen Staub nähren den Amazonas. Insgesamt transportieren Luftströmungen 500 Millionen Tonnen Saharastaub rund um die Erde – und dies jedes Jahr.

Vom See zur Wüste

Die Sahara ist nicht deshalb eine Wüste, weil sie über wenig Nährstoffe verfügt (ganz im Gegenteil), sondern weil sie zu trocken ist. Die heutige Zentralsahara war bis zum Ende der Eiszeit ein riesiger Süsswassersee. Diese nährstoffreiche Gegend verwandelte sich später buchstäblich zu Staub. Durch die starke Verwitterung der ungeschützten Oberfläche wurden grosse Gesteinsmengen zu feinsten Partikeln verarbeitet. Diese Partikel färbten anfangs Februar die Schweizer Landschaft gelb und orange.

Von Nordafrika in die Schweiz

Dass der Saharastaub nicht einfach in der Sahara liegen bleibt, hat einen einfachen Grund. Die Bodentemperaturen in der Sahara sind hoch und dadurch entstehen thermische Turbulenzen. Diese Turbulenzen wirbeln de Staub auf – und zwar bis zu 5 Kilometer hoch. Kühlt der Boden wieder ab, entsteht eine Luftschicht, die Staubpartikel nicht zu Boden fallen lässt. Diese Partikel können bis zu einem halben Jahr in der Luft schweben – oder eben vom Wind an einen anderen Ort transportiert werden.

Saharastaub macht das Jungfraujoch zu Peking

Der Saharastaub tauchte die Schweiz in ein Okergelb. Die höchsten Staubbelastungen wurden in Höhen rund um 4000 Meter über Meer gemessen. In den Städten im Flachlanden wurden deshalb nur leicht erhöhte Feinstaubwerte verzeichnet. In höheren Lagen führte der Saharastaub aber zu einem merklichen Anstieg der Messwerte. So wurden beispielsweise auf dem Jungfraujoch, das 3500 Meter über Meer liegt, Feinstaubbelastungen gemessen, die vergleichbar sind mit jenen von Neu-Delhi oder Peking. Allerdings ist der Saharastaub sehr viel weniger gesundheitsschädlich wie der Feinstaub in den asiatischen Grossstädten.

Fangen auch Sie die nächsten Wetterphänomene ein

Der Saharastaub in der Schweiz liess so manchen Schweizer und manche Schweizerin das Handy zücken und fasziniert ein Foto machen. Die Besitzer*innen von Yellow-Webcams hingegen konnten das Spektakel in Ruhe geniessen. Ihre Kameras nahmen nämlich automatisiert Fotos auf und speicherten diese in der Yellow-Cloud oder auf einem Server ihrer Wahl. Diese Bilder eigneten sich besonders, um die Social-Media-Kanäle zu bespielen, die Mitarbeitenden im Homeoffice mit speziellen Fotos zu beglücken oder um in Zeitungen abgedruckt zu werden. Wenn auch Sie kein Wetterphänomen mehr verpassen möchten, melden Sie sich bei uns für eine unverbindliche Offerte.

Veröffentlicht am
14. Februar 2021
In der Kategorie
Foto-Webcam News